Alba Iulia

Wir fahren ins Tal, Richtung Sibiu, dann bis nach Alba Iulia. Dort laufen wir bei eisiger Kälte durch die Stadt, an der alten Burganlage entlang, zur Holzkirche. Trinken Kaffee, essen Gebäck. Genießen  und saugen auf.
Am nächsten Morgen frühstücken wir bevor wir uns am Bahnhof verabschieden.
So beginnt für mich sogleich das Abendteuer. Mit Rucksack auf dem Rücken erfahre ich am Bahnhof, dass der Zug wohl erst am späten Nachmittag nach Sibiu fährt – so laufe ich zum Busbahnhof – dort fühle ich mich in eine andere Zeit versetzt, hier sitzen so viele Menschen zusammen auf alten Holzbänken – erzählen – essen zu Mittag, treffen einander. Mit der Dame am Schalter kann ich mich nur schwer verständigen – sie schreibt mir am Ende eine Uhrzeit auf den Zettel – also fahre ich Bus nach Sibiu und zahle mein Ticket beim Fahrer.

CVJM

Ich steige über die Gleise hinweg in den Zug nach Sighisoara. Ein alter Zug, die Türen bleiben teilweise während der Fahrt offen stehen. Viele Menschen sitzen im Abteil, ein Mann steigt zu mit einem riesigen Kupferkessel. Die Fahrt geht langsam voran, durch Täler, links und rechts von Hügelketten begleitet. Haltend an kleinen Dörfern mit einigen Raucherpausen für das Zugpersonal. In Sighisoara angekommen fährt erst am Abend der Zug weiter nach Cristuru Seciuesc und ein Bus fährt am Sonntag nicht. Ich irre also durch die Stadt, laufe einige Bushaltestellen ab, in der Hoffnung einen kleinen Bus zu finden. Leider erfolglos. Also suche ich die Info, auch geschlossen. Taxi? Oder trampen? Ich springe über meinen Schatten, stelle mich direkt an die Bushaltestelle an der Hauptstraße und warte ab. 3 min später hält ein alter Mann, er fährt mich nach Cristuru, eine halbe Stunde Fahrt, einfach so, obwohl er in Sighisoara wohnt. Er spricht nur rumänisch, wir verständigen uns mit Händen und Füßen. Ich bin dankbar und gespannt auf die Zeit die da kommen mag in Cristuru beim CVJM.

Die Familie, die Mitarbeiter empfangen mich so herzlich. Nun bin ich im ungarisch sprachigen Teil Rumäniens – hier siedelten sich damals die Szekler an. Bei der wöchentlichen Arbeitsbesprechung und Verteilung der Aufgaben, werde ich dem Second hand zugeteilt, da eine große LKW-Lieferung aus Deutschland ankam und nun alles sortiert und umgestapelt werden muss. Tausende Bananenkisten, säckeweise Spielzeug, Kleidung. Die meisten Mitarbeiter sprechen ein wenig deutsch, aber hauptsächlich wird sich auf ungarisch verständigt.
Ein Teil der Mitarbeiter arbeiten in einem Dorf, mit Kindern und Jugendlichen aus sehr ärmlichen Verhältnissen. Auch diese Arbeit lerne ich kennen und bin berührt von den Schicksalen dieser noch so jungen Menschen und dankbar für die Chance, die der CVJM ihnen dort bietet. Ich bin so dankbar für diese Zeit in welcher ich dort mit anpacken konnte, Hilfe sein konnte, Menschen nah sein durfte, herzhaft lachen konnte, angenommen wurde, so warmherzig empfangen und aufgenommen wurde.

Wiedersehen

Ich fahre Zug und Kleinbus bis Targu Mures. Dort warte ich am Busbahnhof auf Meint. Danach brechen wir zusammen nach Cund auf. Ein herrliches kleines siebenbürgisches Dorf. Wir wohnen dort für eine Woche in einem kleinen Haus mit Kamin, richtiger Küche und großem Bett. Endlich mal verweilen, entspannen. Wir erkunden die Gegend, fahren zu Kirchenburgen, wandern, essen gut und backen Kuchen.

Los, eingestiegen, abgefahren. aber HALT. Teil es bitte noch

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