Warum nicht mit dem Van nach Slowenien?

Einreise Slowenien mit dem Bulli

Immer noch in Österreich, erwachen wir das letzte Mal im von innen gefrorenen Bus bevor es über die Grenze nach Slowenien geht. Es sind schöne Morgende in Österreich. Natürlich kalt, aber so sonnig. Wie erwärmend ist es, wenn wir bei unserem Frühstücksmüsli schon einmal die Bergwände sonnig beleuchtet sehen.

Auf dem kürzesten Weg gehts über Italien nach Slowenien. Wir wollen in den Triglav Nationalpark. Auch müssen wir an unsere Kreditkarten kommen. Folgendes war der Fall. Lotte hat ein passendes Konto eröffnet, doch die Visa-Karte wurde bisher nicht zugestellt. Ich merke kurz vor der Abfahrt, dass meine Karte nur noch 2018 gilt und auf Nachfrage bei meiner Bank, sagt man mir, dass die neue erst Ende November bei mir eingehen werde. Nun brauchen wir eine Adresse in Slowenien, an die unsere Eltern die Karten schicken können.

Bovec – Ausgangspunkt zum Rafting

Nach vielen Höhenmetern kommen wir am Nachmittag in Bovec an. Es regnet, es ist Nebel und trotzdem sehen wir, dass der Vrsic-Pass doch noch geöffnet ist. Na herrlich, hätten wir das gewusst, wären wir über diesen nach Bovec gefahren und nicht über Italien. Dieser Pass soll einer der schönsten Europas sein und eröffnet Blicke auf den hohen Triglav und das Bergmassiv. Auf nördlicher Seite noch mit Kopfsteinpflaster befestigt fährt man auf südlicher Seite die Steilen Kehren durchgängig auf Teer. Bei Motorradfahrern außerordentlich beliebt, schließt der Pass normalerweise Anfang November. Wir haben Glück, wenn auch nicht gleich, so können wir bei weiterhin gutem Wetter das Erlebnis noch erhaschen. In Bovec finden wir in der Tourist-Info eine freundliche Frau, zu deren Händen wir unsere Post senden lassen dürfen. Nur, wie lang wird es dauern. Wir rechnen mal mit einer Woche und schauen uns Landkarten an. Für diese Nacht, müssen wir im Gebiet von Bovec etwas finden. Der erste Versuch ist vermüllt und kurz nachdem wir dort stehen, kommt schon ein uns dubioser Mann schauen, mitten im Nirgendwo kommt auf einmal jemand, was für ein Zufall. Wir fahren.

Soca- und Lepena-Tal

Schauen uns etwas vom Soca-Tal an. Hier fließt eisig blau ein wunderbarer Gebirgsbach. Mal fließt er breit und ruhig, dann wieder rauschend und schnell durch eine Schlucht. Im Lepena-Tal sieht man genau dieses Bild. Herrlichstes Blau des Wassers, das auch in der Dämmerung noch eindrücklich ist und eine Tiefe Schlucht, in der der Bach mittlerweile verläuft. Rafting- und Wildwasserkanufreunde tummeln sich scheinbar in der Saison hier. Alles ist darauf ausgelegt. Das, was streng untersagt ist: Wildes Campen. Schlecht für uns. Campingplatz wollen und brauchen wir nicht. Wir schaffen es trotzdem im Nationalpark eine Nacht zu stehen. Es ist diese Art von Nacht, in der man glücklich ist, einen so schönen Platz zu haben, gut am Bach abwaschen und sich waschen zu können, doch bei jedem vorbeifahrenden Auto den Ranger vermutet, der einen nicht nur zu Kasse bittet. Wer weiß, der Befürchtungen gibt es dann viele. Für uns ist es nicht vorstellbar, dass man einen einzelnen Camper wegschickt, mitten im Dezember, nur weil es ums Prinzip geht.

Vrsic-Pass mit dem Oldtimer

Es geht aber gut und wir erwachen am schönen Platz. Unser Weg führt uns über den Vrsic-Pass. Es ist für eine Straße eine wirklich schöne. Um die 50 Spitzkehren sind für uns aufregend und der Wechsel aus Nebel, Sonne und dann Schnee fetzt. Schnell reisen wir ja eh nicht, an solchen Steigungen ist der zweite Gang aber der beste Freund und so kann man die Landschaft genießen. Immer wieder ein Auge auf die Kühlwassertemperatur, kommen wir ganz oben an. Es stürmt und ist kalt. Wir hatten uns auf einen schönen Frühstücksplatz gefreut und müssen erst einmal weiter. Das Frühstück verschiebt sich. Zu viele schöne Berge, viele Fotos und der Drang nach Sonne treiben uns weiter. Erst gegen Mittag essen wir unten im Tal in der Sonne. Mit WLAN kommen wir auch voran, wie man einen Blog eröffnet und nach unseren Ansprüchen gestaltet. Gefällts euch eigentlich?














Los, eingestiegen, abgefahren. aber HALT. Teil es bitte noch

One thought to “Roadtripland Slowenien”

  • Oma-Reini

    Oma-Reini verfolgt gespannt eure interessante Reise. Die schönen, vielsagenden Bilder und die spannenden Texte – weiter so. Bleibt behütet auf diesen unbekannten Wegen.
    Liebe Grüsse auch von Opa-Matze aus Punke.

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